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Monatsrückblick

Thailand-Nachrichten im November 2011

Wie auch schon im Oktober beherrschte den vergangenen Monat überwiegend das Hochwasser die Schlagzeilen über Thailand. Mit zunehmender Entspannung der Lage rückten dann aber doch wieder ein paar weitere Nachrichten in den Fokus, u.a. erneut das Thema der Zensur in Thailand. Hier ein Überblick über den November. 

Das große Hochwasser in Thailand ist wieder weitgehend zurückgewichen. Zwar konnte in Bangkok selbst das Schlimmste verhindert werden und das Stadtzentrum blieb verschont, der Schaden ist in seiner Gesamtheit jedoch dramatisch: Deutlich mehr als 600 Tote hat das Wasser gefordert, insgesamt mehr als 5 Mio. Menschen waren von der Katastrophe betroffen. Die historischen Bauten in Ayutthaya, lange Zeit komplett überflutet, haben Schäden genommen. Insgesamt wird der Schaden auf etwa 35 Mrd. Euro geschätzt.

Dass Bangkok aufgrund seiner ungünstigen Lage dauerhaft von Hochwassern bedroht sein wird, hat man mittlerweile auch in der thailändischen Politik registriert. Trotzdem überraschen die vereinzelten Forderungen, den Regierungssitz langfristig zu verlegen, ein wenig.

Auch in der globalen Wirtschaft macht sich das Hochwasser bemerkbar. Zu merken waren Auswirkungen auf dem Automobilmarkt, wo Toyota durch die Flut beeinträchtigt wurde. Besonders stark allerdings scheint der IT-Markt betroffen zu sein. Aufgrund stillstehender Produktionsstätten ist die Verfügbarkeit von Festplatten dramatisch gesunken, die Preise entsprechend gestiegen. Diese Preiserhöhungen sollen nun auch den Endverbraucher erreichen. 

Ein völlig anderes Thema, welches in schöner Regelmäßigkeit immer wieder aufkocht, ist die Zensur in Thailand. In die Schlagzeilen kam es im November vor allem wegen "Onkel SMS". Ein 61 Jahre alter Rentner soll königskritische SMS versendet haben und wurde dafür zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Dass hier eine Unverhältnismäßigkeit vorliege, mahnte dann sogar die EU an. Aber nicht nur per SMS kann der König kritisiert werden, sondern vor allem auch im Internet. Entsprechend verlangt Thailand u.a. die Löschung von 10.000 Facebook-Seiten. Genaueres hierzu hat die Süddeutsche Zeitung zusammengeschrieben.

Als Letztes doch wieder ein kurzer Abstecher ins Wasser: Am 10. November wurde in Thailand das Lichterfest "Loy Krathong" gefeiert. Ironischerweise ist es Brauch, an diesem Tag der Wassergöttin Opfer zu bringen. Angesichts der parallel vorherrschenden Hochwasserkatastrophe war die Stimmung gedrückter als sonst – verständlicherweise.


In dieser Rubrik fassen wir ausgewählte Nachrichten der deutschen Medienlandschaft über Thailand zusammen. Aktuelle Meldungen findest Du auch in unserem Twitter-Stream (twitter.com/littlethailand).

(Veröffentlicht am 03.12.2011)

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